Humboldtⁿ-Preis für Nachhaltigkeit: Drei NRW-Teams ausgezeichnet – starke Impulse aus Wuppertal
Humboldtⁿ-Preis für Nachhaltigkeit: Drei NRW-Teams ausgezeichnet – starke Impulse aus Wuppertal
Das Pariser Klimaabkommen und die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) 2015 auf globaler Ebene, der Green Deal 2019 auf Europäischen Ebene oder auch das 2019 erlassene Klimaschutzgesetz auf nationaler Ebene verdeutlichen exemplarisch, dass aufgrund der zunehmend zu beobachtenden Überschreitungen planetarer Grenzen Veränderungen weltweit zu realisieren sind. Die Verwirklichung einer systematischen Nachhaltigkeitstransformation ist allerdings kein Automatismus, da tiefgreifende Veränderungen in komplexen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen zu vollziehen sind.
Um große Transformationen in ihrer Ganzheit mittel- und langfristig (teil-)geplant zu gestalten, reichen eine Veränderung eines einzelnen Unternehmens, Modifikationen innerhalb eines bestimmten Marktes oder Direktive eines bestimmten Politikressorts nicht zwangsläufig aus. Vielmehr ist es von Bedeutung, die unterschiedlichen Ebenen, Akteure und Möglichkeiten integrativ zu betrachten und konzertiert zu agieren. Trotz aller Herausforderungen bestehen in freiheitlich-demokratischen Systemen, anders als in autoritären und zentral geplanten Gesellschafts- und Wirtschaftssystemen, hierdurch auch Möglichkeiten, die Vielfältigkeit der Ideen, die Individualität der Akteure und somit die diversen Potenziale in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft nutzen zu können. In freiheitlich-marktwirtschaftlichen Systemen können solche Potentiale in einem offenen evolutorischen Prozess von den gesellschaftlichen Akteuren erkundet und erprobt werden, flankiert von politischen, insbesondere transformationspolitischen, Rahmensetzungen auf Basis eines tragfähigen gesellschaftlichen Konsenses.
Im Forschungs- und Geschäftsfeld „Transformation“ im Institut für Gründungs-, Innovations- und Transformationsforschung werden diese Perspektiven daher vertieft diskutiert. Ziel ist es, Erkenntnisse zur effizienten und legitimen Gestaltung von Transformationen – auch in anderen (großen) Transformationskontexten wie der Digitalen Transformation – in Theorie und Praxis zu gewinnen. Konkret und mit Blick auf die Nachhaltigkeitstransformation bedeutet dies u.a.: Wie lassen sich vor allem unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen so weiterentwickeln, dass Umwelt und Ressourcen geschont werden, die ökonomische Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft erhalten bleibt und zugleich Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität, Frieden und Sicherheit keinen Schaden nehmen.
Folgende Forschungsschwerpunkte und -projekte werden hierbei derzeitig am Institut für Gründungs-, Innovations- und Transformationsforschung verfolgt: